Piëch und Mateschitz fordern höhere Steuern für Superreiche!

Zur Sanierung des Staatshaushaltes fordern Ferdinand Piëch und Dietrich Mateschitz höhere Steuern für Superreiche. „Es könne nicht sein, dass aufgrund der Staatsverschuldung Sozialleistungen im großen Ausmaß gestrichen werden, während wir als sehr privilegierte Bürger nur einen sehr geringen Teil zum Steueraufkommen und damit zur Absicherung des Sozialstaats beitragen“, zeigte sich Ferdinand Karl Piëch verwundert über die Aussagen diverser PolitikerInnen, die sich gegen Steuern auf Vermögen aussprechen.

„Wir, die Superreichen, haben unseren Teil zur Finanz- und Wirtschaftskrise und letztlich zur Schuldenkrise der Eurostaaten beigetragen. Es ist nicht zu akzeptieren, dass gerade jene Steuerzahler zum Handkuss kommen, die einerseits kaum etwas für diese multiple Krise können und andererseits unter der hohen Abgabenlast, die auf Lohn- und Gehaltseinkommen liegt, ohnehin zu kämpfen haben“, ergänzt ein sichtlich empörter Dietrich Mateschitz.

„Während bereits recht niedrige Einkommen mit relativ hohen Sozialversichungsbeiträgen und Lohn- bzw. Einkommenssteuern belastet werden, wurden unsere Vermögenszuwächse [Anm.: Die Vermögen der Familien Piëch und Porsche wuchsen allein 2010 um etwa sechs Milliarden Euro] kaum bzw. nur sehr niedrig besteuert“, überraschte Piëch weiter.

Und tatsächlich, dadurch dass österreichische Superreiche ihre Vermögen in Privatstiftungen parken können, Vermögenszuwächse nur in den wenigsten Fällen überhaupt besteuert werden, tragen vermögensbezogene Steuern weniger als zwei Prozent zum gesamten Steueraufkommen bei. Österreich wird nur von folgenden zwei OECD-Ländern dabei unterboten: Tschechien und Mexiko [wo es überhaupt keine vermögensbezogenen Steuern gibt].

„Meine Freunde und ich sind lange genug von einer Milliardär-Freundlichen Politik verhätschelt worden. Unsere Vermögen wachsen durchschnittlich mit acht bis zehn Prozent pro Jahr und damit deutlich schneller als die gesamte Wirtschaft. Es ist offensichtlich, dass es sich dabei um eine Umverteilung von unten nach ganz, ganz weit oben handelt“, bringt es Mateschitz weiter auf den Punkt.

Piëch und Mateschitz schließen mit: „Vermögenssteuern. Und zwar jetzt!“

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One thought on “Piëch und Mateschitz fordern höhere Steuern für Superreiche!

  1. Im Standard findet sich dazu bereits auf der Titelseite die Überschrift: Keine Mehrheit für Vermögenssteuern. Und auch die Einführung einer Erbschaftssteuer kommt gemäß der im zugehörigen Artikel zitierten Umfrage nicht gut weg.

    http://derstandard.at/1313025360329/Steuern-und-Umverteilung-Jetzt-muessen-wir-etwas-auf-die-Reihe-bringen

    Zwar wird bei 400 telefonisch befragten TeilnehmerInnen ohnehin so manche/r StatistikerIn die Stirn runzeln, doch schockiert jede Gegnerschaft von dergleichen Steuern, welche zahlenmäßig über den Status der Minderheit hinaus geht. Immerhin wäre bei diversen bisher vorgeschlagenen Modellen ein beachtlicher Teil des Volkes gar nicht betroffen. Danach folgt ein großer Teil, welche zwar erfasst würden, aber im Vergleich noch immer zu den Gewinnern gezählt werden dürften, von der sozialen, ökonomischen und meritokratischen Deckung der Forderung durch ExpertInnen ganz zu schweigen. Sollten die Zahlen der Umfrage also tatsächlich repräsentativ für unsere Bevölkerung sein, bleibt mehr die Frage, wer hat hier so erfolgreich Verklärung und Verdummung geschaffen?

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