Dietrich Mateschitz: Motor einer Region?

Die Schlagzeile der Titelseite der Kleinen Zeitung vom 3. April wird nicht nur mir den Geschmack des Frühstück-Kaffees verdorben haben. Eine ganze Region wird zum „Spielplatz“ eines Superreichen degradiert. Rund um den „Red Bull Ring“ würde Dietrich Mateschitz der Region Spielberg Flügel verleihen.
Er, der laut Forbes zu den 300 reichsten Menschen der Welt zählt, lässt sich als Mäzen für eine wirtschaftlich angeschlagene Region feiern. Aber weshalb ist – angeblich – eine ganze Region vom Wohlwollen eines Milliardärs abhängig? Wieso soll eine einzelne Person etwas zustande bringen, das sich ein Bundesland nicht leisten kann?
Der Reichtum beruht auf dem milliardenfachen jährlichen Verkauf eines überteuerten, in Aluminiumdosen abgefüllten Zuckerwassers, welches Unmengen an Energie verschlingt und keine verleiht. Letztlich handelt es sich um eine rücksichtslose Ausbeutung von Rohstoffen und Agrargütern und hinterlässt Umweltzerstörung und Berge von Müll.
Da zusätzlich Vermögen und Vermögenszuwächse nicht bzw. nur minimal besteuert werden, vermehren sich seine geschätzten drei Milliarden Euro „von selbst“. Während er diesen Reichtum steuerschonend in mehreren Privatstiftungen „parkt“ und sein „Geld arbeiten lässt“, sollen jene Menschen in der Region Spielberg, die tatsächlich arbeiten und dafür ordentlich Steuern zahlen und Abgaben leisten müssen, dann auch noch „Danke“ sagen, dass er diese Region in seinen privaten Spielplatz umwandelt.

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