KLEINE LESERBRIEFE AN DIE POLITIK – Die Volkspartei braucht ihren Luther

Der Politik der ÖVP lassen sich längst kaum noch christlich-soziale Werte unterstellen. Daran werden auch hoffnungsvolle Kompromisse zur neuen Mittelschule nichts ändern.

Zu gleich muss ich zugestehen, dass man sich dennoch wieder auf alte Traditionen zu besinnen scheint, welche ich aber eher kirchlich als christlich und feudal denn sozial bezeichnen würde. Man dient nicht nur seit längerem dem Geldadel, parallel zu den historisch bedingt obligatorischen Spenden an die Bauernschaft. Auch die Aufklärung will man wohl kaum unterstützen, wenn in Sachen Bildung stets im Sinne von Eliten boykottiert wird.

Das erinnert schon ein wenig an Zeiten vor der Reformation. Wenn das neue Budgetbegleitgesetz auch keinen Ablasshandel einführt und die Schulreform auch den unteren Bevölkerungsschichten das Lesen und Schreiben nicht aus dem Lehrplan streichen wird, ein moderner Luther würde dem dunklen Fleck in unserem Parlament ganz gut tun.

Ob die scheinbar noch immer im Ständewesen wurzelnde Fraktion dann fotschrittlicheren Vorschlägen endlich positiver gegenüber stünde, sei dahin gestellt. Vielleicht würden uns aber zumindest jene Rückschritte erspart bleiben, die selbst den konservativen Klerus schockieren.

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