Samstag, 6. März
ARTE, 21.40 – 23.10
SF2, 23.45 – 01.15
No more Smoke Signals
Dokumentarfilm von Fanny Bräuning, Schweiz/Frankreich 2008
Mitten im Lakota-Reservat steht der Radiosender «Kili Radio», der anstatt Rauchzeichen seine Signale in die grossartige Weite der Landschaft sendet. Damit verleiht er der marginalisierten indianischen Bevölkerung eine Stimme und verhilft ihr zu wachsendem Selbstbewusstsein und kultureller Identität. Ein visuell überzeugender und politisch engagierter Film, der dem «Indianer-Mythos» eine andere Realität gegenüberstellt. Schweizer Filmpreis und “Prix de Soleure”2009
Sonntag, 7. März
Phoenix, 9.45 – 10.30
Im Schatten der langen weissen Wolke. Frauen bewegen eine Nation
Dokumentarfilm von Charlotte Eichhorn, Deutschland 2006
Patsy Henderson ist eine weisse Einwandererin. Pauline Tangiora ist eine Maori-Älteste, eine internationale Kämpferin für indigene Rechte. Die beiden Vertreterinnen der «1.000 Frauen für den Frieden» zeichnen versuchen, Gesinnungsgräben zu überwinden und koloniale Geschichtsschreibung zu korrigieren.
Montag, 8. März
ARTE, 20.15 – 23.30
Die sieben Samurai (Shichinin No Samurai)
Spielfilm von Akira Kurosawa, Japan 1954, Synchronfassung
Japan im 16. Jahrhundert. Ein Bauerndorf will sich gegen marodierende Banden zur Wehr setzen: Sie engagieren sieben Samurai als Schutztruppe, um es mit den Feinden aufzunehmen und ihr Hab und Gut zu verteidigen. Packendes Abenteuerdrama, episches Filmgedicht und philosophische Meditation zugleich.
Dienstag, 9. März
ARTE, 20.15 – 21.35
Irak 2010. Eine Reise ins Ungewisse
Dokumentarfilm von Marc Berdugo, Frankreich 2010
Sieben Jahre nach ihrer Invasion bereiten sich die amerikanischen Truppen auf den Rückzug aus dem Irak vor. Das Land steht vor einem schwierigen Neuanfang. Der Film fragt nach der wirtschaftlichen Zukunft des zersplitterten Landes.
Mittwoch, 10. März
BR, 13.30 – 15.00
Eisenfresser !
Dokumentarfilm von Shaheen Dill-Riaz, Deutschland/Bangladesch 2007
Die jährliche Hungersnot im Norden von Bangladesch zwingt die Bauern in den Süden zu ziehen. Als Saisonarbeiter heuern sie auf den Schiffsabwrackwerften an und zerlegen von Hand Tanker und riesige Containerschiffe. Der Film schildert ein System von Ausbeutung, dem nur die wenigsten Arbeiter entkommen können … Eine-Welt-Filmpreis NRW 2007, 1. Preis beim “DocAviv” Tel Aviv
Mittwoch, 10. März
3sat, 15.00-15.45 3sat
Und ewig lockt das Öl. Chinas Griff nach Afrika
Dokumentarfilm von Frank Sieren und Winfried Schnurbus, Deutschland 2007
Nahezu unbemerkt von der Weltöffentlichkeit hat ein globaler Wettlauf um die Märkte und Ressourcen Afrikas begonnen. Während die G8-Staaten um Konzepte zur nachhaltigen Entwicklung des Kontinents ringen, verdrängt China mit Milliardeninvestitionen und billigen Krediten die alten Kolonialmächte aus Afrika.
Mittwoch, 10. März
SWR, 22.30 – 23.00
El Sistema: Vom Armenviertel in den Konzertsaal
Dokumentarfilm von Peter Puhlmann, Deutschland 2007
Es ist einmalig, was der Musiker und Komponist José Antonio Abreu 1975 gegründet hat. Er wollte Kinder und Jugendliche von der Strasse wegholen, armen Kindern und arbeitslosen Jugendlichen durch die Musik einen würdigen Weg in die Gesellschaft ebnen. Es wurde ein Riesenerfolg; nicht nur musikalisch, auch sozial.
Donnerstag, 11. März
SF1, 09.30 – 10.05
Das blaue Gold (L’or bleu)
Damien de Pierpont., Belgien/Marokko 2007.
Der Film thematisiert den steigenden Wasserbedarf in der Gegend von Marrakesch/Marokko und spricht künftige Interessenkonflikte zwischen Landwirtschaft, Tourismus und Bevölkerung an. Der Film ist auf der DVD «Wasser» mit drei weiteren Filmen erhältlich.
Donnerstag, 11. März
3sat, 15.45 – 16.30
China – Werkbank der Welt
Film von Edward Gray und Sarah Spinks, Deutschland 2006
Mit seinen Exporten hat China in den letzten Jahren den Weltmarkt buchstäblich überschwemmt. Der Film stellt die neuen Superstars im Reich der Mitte, aber auch Arbeiter der Textilindustrie vor.
Samstag, 13. März
3sat, 18.30 – 19.00
Der gelb-schwarze Traum. Die Berner Fussballschule in Afrika
Reportage von Urs Wiedmer, Schweiz 2010
Auf einem staubigen Fussballacker in einem der ärmsten Quartiere von Abidjan, der Fünfmillionen-Metropole an der Elfenbeinküste, trainieren täglich rund 80 Kinder und Jugendliche. Sie haben eine Chance, als Nachwuchstalent bei den gelb-schwarzen “Young Boys” in Bern aufgenommen zu werden.
Samstag, 13. März
ARTE, 19.30 – 20.15
Die rasenden Engel der Línea 5
Geo Reportage von Joanna Michna, Deutschland/Frankreich 2004
Die Línea 5 ist für Loco Wohnort, Arbeitsplatz und Lebenssinn – trotz der täglichen Gefahr durch Verkehr und Guerilla. Auf selbstgebauten Seifenkisten fährt er und seine Kollegen die höchste Passstrasse Kolumbiens hinunter. Sie regeln den Lkw-Verkehr, besorgen Ersatzteile und bewachen havarierte Lastzüge.
Montag, 15. März
3sat, 22.25 – 23.20
Reisen ins Land der Yanomami-Indianer
Reportage von Heinz Kindlimann, Deutschland 2006
Der Kameramann Heinz Kindlimann lebte 1965 als erster Weisser mit den Yanomami-Indianern in den Urwäldern des venezolanisch-brasilianischen Grenzgebiets. 40 Jahre später besucht er die Yanomami erneut.
Montag, 15. März
SF1, 22.50 – 23.50
Die Hölle nach dem Krieg. Irak-Veteranen und ihr Leben danach
Dokumentarfilm von Chantelle Squires
In Irak kämpften junge US-Soldaten. Heute ringen sie damit, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Der Film begleitet während vier Jahren junge Soldaten auf ihrem langen und schwierigen Weg zurück in ihre Familie und in die Gesellschaft.
Dienstag, 16. März
ARTE, 20.15 – 21.30
Gegen den Strom
Dokumentarfilm von Vassili Silovic, Frankreich/Deutschland 2009
Genährt von Medienberichten über bevorstehende “Wasserkriege” greift die Angst vor Wassermangel immer weiter um sich. Ist das Wasser als unabdingbare Voraussetzung jeden Lebens heute auf dem besten Wege, zu jenem unerreichbaren “blauen Gold” zu werden, das die Medien beschwören? In Mali, Südspanien und Mexiko-City geht der Film Fragen nach Ursachen und Zusammenhängen nach.
Mittwoch, 17. März
ARTE, 22.35 – 00.45
Samurai in der Dämmerung (Tasogare Seibei)
Spielfilm von Yoji Yamada, Japan 2002, OmU
Der Samurai Seibei Iguchi lebt nach dem Tod seiner Frau mit seinen Töchtern in ärmlichen Verhältnissen und schuftet Tag und Nacht, um der Familie ein gesichertes Leben zu ermöglichen. Eines Tages trifft er seine frisch geschiedene Jugendliebe Tomoe wieder, die beginnt, ihn regelmässig zu besuchen und im Haushalt mitzuhelfen. Das weckt die Eifersucht ihres Ex-Manns … Ausgezeichnet mit 37 nationalen und internationalen Preisen
Mittwoch/Donnerstag, 17./18. März
ARTE, 01.10 – 01.25
Schamane (Shaman)
Kurzfilm von Luc Perez, Dänemark 2008, OmU
Beim Warten auf den Bus fühlt sich ein alter Grönländer an seine Heimat erinnert. Die Ereignisse seiner Jugend ziehen vor seinem geistigen Auge vorüber. Hommage an die spirituellen Kräfte der Inuit.
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